Lang, lang ist's her

7/26/2013

Ich kann mich schon gar nicht mehr bewusst daran erinnern, wann ich das letzte Mal im Sommer in meiner Heimat war und wirklich Freizeit hatte. Klar, zu Weihnachten ist ein Besuch bei der Familie obligatorisch, genauso wie meterhohe Schneeberge auf den Bürgersteigen und viel leckeres Essen über die Feiertage. Da lässt man dann für die paar Tage auch mal den Unikram links liegen.

Jetzt ist es das erste Mal seit ein paar Jahren, dass ich hier bin und bis auf die Jobsuche, um möglichst schnell nach meinem Master ins Berufsleben finden, habe ich keinerlei Verpflichtungen. Das Warten auf die Ergebnisse meiner Masterarbeit macht mich zwar nervös und die Ungewissheit in Bezug auf meine berufliche Zukunft ist auch zermürbend. Nichtsdestotrotz versuche ich die Zeit sinnvoll zu nutzen und Sachen zu machen, die ich viel zu lange nicht getan habe- mal ganz von den vielen Nageldesigns, die ich jetzt endlich alle ausprobieren kann, weil ich Zeit und Muse habe.

Natürlich gehören dazu auch Treffen mit der Familie. Meine Schwester und ihre Kinder konnte ich leider nur kurz besuchen, da sie schon kurz nach meiner Anreise zu ihrem langersehnten Urlaub an die Ostsee aufgebrochen sind. Ein andere Treffen war mit meinem lieben Opa, der im Gegensatz zu mir immer jünger zu werden scheint. Dann standen noch die Schwiegereltern in Spe auf dem Plan und natürlich meine Mama sowie meine zwei jüngsten Geschwister und der Partner meiner Mama.

Ganz oben auf meinem Plan stand, dass endlich mal wieder ein Buch lesen wollte, was nichts mit meinem Studium zu tun hat. Dafür habe ich mir von Rebecca Gablé den historischen Roman Die Hüter der Rose mitgenommen. Mit 1106 Seiten dachte ich echt, ich hätte länger als eine Woche zu tun. Zumal es hier in dem Dorf nichts wirklich zu tun gibt. DieNachbarn frönen seit Jahren ihrem liebsten Hobby, das Geschehen um sie herum stundenlang vom Bürgersteig aus zu beobachten und zu kommentieren. Gleichaltrige, mit denen man sich treffen könnte und die nicht mit ihren Kindern beschäftigt sind, gibt es hier kaum- mal davon abgesehen, dass ich ohne Auto sowieso nicht weg komme. Aber nein 1106 Seiten waren noch zu wenig, um mich hier durchgehend zu beschäftigen und ich habe es so verschlungen, dass ich es schon nach 5 Tagen durch gelesen habe.
Ein anderer Wunsch von mir war es, endlich mal wieder zu Grillen - so richtig mit Holzkohle. Ich habe bestimmt 2-3 Jahre lang nicht mehr ordentlich gegrillt und was liegt bei einem Besuch in der Heimat näher, als schön mit der Familie zu grillen? Das haben wir auch letzten Sonntag getan. Ich bin kein großer Fleischesser, aber Thüringer Rostbratwurst darf natürlich nicht fehlen, genauso wenig wie Steaks, Salate und vegetarische Sachen für den Grill. Als Highlight für meinen Liebsten gab es frisch gefangene Forelle und er durfte sich als Meister am Grill beweisen. Meine Mama hat in der Zeit ihren berühmten Nudelsalat zubereitet und zum Glück so viel, dass ich noch 2 Tage davon Essen konnte (wenn schon dann richtig ;) ).

Es gibt für mich nichts Schöneres, als mit meiner Familie harmonisch zusammen zu sitzen und lecker zu Essen - und im Sommer bietet sich gemeinsames Grillen bei schönem Wetter natürlich an. Dann mal auf mit euch in die Bilderflut zu unserem kleinen Famillien-Grillfest (Ich entschuldige mich schonmal vorab für die schlechte Qualität einiger Bilder, aber wenn alle Hunger haben, kann ich ja nicht ewig dastehen und das Essen knipsen): 
Unser Grillmenü :)
Der beste Nudelsalat der Welt von Mama
Rucola-Tomaten-Salat von mir - mit Mamas Rucola

Gegrillte Forelle - kurz vorm Grillen aus dem Teich von Mamas Partner gefangen

Gemüsespieße für die Vegetarier und Putenspieße für mich :P

Thüringer Rostbratwurst (eine davon nach Coburger Art) und Steaks

Grillkäse und gegrillte Champignons gefüllt mit zweierlei Käse
Igendein Salat aus dem Gewächshaus, der trotz des Dressings viel zu bitter war
Mamas bunter Teller :)
Mein erster Gang :D
 Ganz ehrlich? Wenn ich die Bilder sehe, bekomme ich direkt wieder Hunger :D

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